Dezentralisierung in der Arbeitswelt

Taschenbuero-3 Nun machen es auch die Grossen: Büro für die Handtasche

Diese Woche haben die Chefs der Bundesunternehmen Post, SBB und Swisscom zusammen mit jenen von Microsoft Schweiz, SRG, Mobiliar und Witzig ein Papier unterzeichnet, in welchem sie sich zur Förderung neuer Arbeitsmodelle verpflichten. Auch der Kanton Bern und die UBS bekennen sich zum Papier. (Quelle: tagesanzeiger). Mögliche Beweggründe: Selbstständiges Arbeiten erhöht die Motivation. Die selbstständige Einteilung der Arbeit- und der Arbeitszeiten erleichtern Familienmodelle und deren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wodurch hochqualifizierte Frauen weiterhin mit Teilzeitmodellen in den Arbeitsmarkt integriert werden können.

Dezentralisierung:  Arbeiten im Team – aber ohne gemeinsames Büro?!

«Es heisst das alte Büro-Leben liegt im Sterben.» Das moderne Arbeitsumfeld wird sehr viel flexibler und passt in die Handtasche. Was wir heute noch brauchen, um zu arbeiten? Einen Laptop, WIFI und unseren kreativen Kopf. Die Rede ist von einer dezentralen Büroorganisation. Auch dieses Interview beschäftigt sich mit dem neuen Trend. Die Experten sprechen über die Vor- und Nachteile neuer, flexibler Büroorganisation und dabei wird die Frage aufgeworfen, ob es denn überhaupt Firmen gäbe, die gänzlich auf Büroräume verzichten und ein Team aus vielen Homeoffices bilden? Während sich die Experten nicht ganz sicher sind, können wir die Frage bejahen.

Wir sind genauso so eine Firma, ein Team mit vielen Homeoffices: business campaigning  GmbH. Wir sind ständig bestrebt Innovation zu erkennen und auszuprobieren und versuchen immer so modern und up-to-date wie möglich zu sein. Der Grundgedanke für unsere dezentrale Büroorganisation ist der Aufbau eines weiten Netzwerkes von Experten, Beratern und Mitarbeitern, die weltweit angesiedelt sind und trotzdem ein interdisziplinäres Team darstellen. Unsere Partner (so sehen wir unsere Kunden und Mandate) sind international und das ist auch unser Team. Wir haben Mitarbeiter in der Schweiz und Deutschland, Partnerbüros in Barcelona bis nach Washington DC. Durch die fortschreitende Globalisierung ist diese Flächenausweitung wahrscheinlich ein positives und auch notwendiges Kriterium moderner Arbeitsweise. Ausserdem möchten wir so unseren Partner einen 24 Stunden rundum Service ermöglichen.

Noch ist es vielleicht untypisch, dass ein Team physisch nicht am gleichen Ort sitzt, aber dafür sind wir mental verbunden – und das dank dem WorlWideWeb. So kommunizieren wir wie ein „normales Büro“, aber halt eben via Email, Skype, Whatsapp, Facebook und modernen Team-Organisations-Programmen wie asana, Evernote etc. Wir halten Team-Sitzungen per Videokonferrenz, Skype oder per Telefon ab und der Flurfunk funktioniert auch trotzdem ganz gut.

Das «Brain Gym» der Swisscom in Bern ist bei uns das Besprechungszimmer der Metzingers (welches im Normalfall ihr Esszimmer ist) oder die Somexcloud, die Büro- und Schulungsräume vergibt. (Vielen Dank an dieser Stelle dafür, dass wir die Räume jederzeit nutzen dürfen).

Nun lässt sich vermuten, dass sich Homeoffice auch positiv auf die Work-Life-Balance auswirkt. Das muss ich allerdings erst noch genauer und länger untersuchen. Fortsetzung folgt.

Dezentralisierung in der Arbeitswelt

4 Gedanken zu “Dezentralisierung in der Arbeitswelt

  1. das mit der „Work-Life-Balance“ braucht, wie ich aus meiner Erfahrung weiß, Disziplin in beide Richtungen.
    Die mentale Trennung von Arbeits – und Lebensraum gelingt ohne die räumliche Trennung oft nicht. Was für die Unternehmen natürlich kein Nachteil sein muss (wobei ich keine belastbaren Daten zur Produktivität habe).
    Genauso passiert es natürlich auch, dass sich gegen Mittag der gefühlte Feierabend einstellt, obwohl man sich noch innerhalb der genormten 8-5 Arbeitszeit befindet.
    Es wäre sicher interessant herauszufinden, ob und wie das sich auf die Gesamtleistung auswirkt.

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  2. Kira Hussinger schreibt:

    Hallo Jonas, mit der Disziplin hast du Recht. In meinem Umfeld habe ich diesen Satz schon besonders oft gehört: „Dass du das so durchziehen kannst, den ganzen Tag, ich wäre beim Homeoffice zum Mittagsschläfchen geneigt.“

    Eine Studie der Universität von Calgary hat rausgefunden, dass die Produktivität und die Arbeitsmentalität wohl eine Typfrage ist:
    http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0747563214000752
    Vor allem Angestellte, die besonders gewissenhaft, ehrlich und zufrieden mit ihren Aufgaben waren, neigten selten zum Cyberslacking, wohingegen unzufriedene Mitarbeiter sehr viel zeit mit „Nicht-Arbeiten“ verbringen. Der innere Schweinehund ist also nicht immer gleich gross.

    Ich persönlich vermute, dass man im Homeoffice sogar effektiv mehr arbeitet. Sei es aufgrund des mir entgegengebrachten Vertrauens, welches man nicht enttäuschen möchte und daher freiwillig mehr gibt oder einfach nur deshalb, weil man keine strikte Trennung von Arbeit und Privatem hat (und die Gedanken noch lange nach Feierabend weiter kreisen und man sich am Ende anstatt ins Bett doch wieder an den Schreibtisch setzt, wenn man einen guten Einfall hat und diesen festhalten möchte).

    Aber diese Nicht-Trennung (die Trennung von Beruf und Privatem war eigentlich eine Errungenschaft des 19 Jhds) birgt wiederum Vorteile, private Angelegenheiten müssen nicht mehr länger aufs Wochenende verlagert werden, sondern können zwischendurch erledigt werden. Während das Sozialleben vielleicht leidet. Ich habe mir vorgenommen, aktiv auf mein Sozialleben zu achten. Spezialität bei business campaigning GmbH ist, dass wir alle die landeseigenen Freitage nehmen dürfen, das wirkt sich sehr positiv aus.

    Ich habe noch immer keine Antwort auf die Frage der Work-Life-Balance, alles hat seine Vor- und Nachteile. Ich bleibe dran.

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