Storytelling — Der gar nicht so neue Trend in der Kommunikationsbranche

Storrytelling

Egal, wo wir uns im öffentlichen Raum bewegen, werden wir von Werbereizen überflutet. So müssen Unternehmen immer wieder neue Wege finden, um aus der Masse hervor zu stechen und sich nachhaltig in unserem Gedächtnis zu positionieren. Der momentane Trend liegt beim «Storytelling» oder auch dem «Content-Marketing», also der Verpackung der Corporate Identity, der Produktmerkmale oder des Angebot-Portfolios in eine authentische Geschichte, mit dem Ziel, dem Kunden einen Mehrwert zu bieten, so dass die Inhalte gern diskutiert, aufgegriffen und geteilt werden.

Das Unternehmen Red Bull hat als erstes damit angefangen, den Fokus seiner Corporate Identity vom Getränk weg auf Extremsport-Events und auf die persönlichen Stories der Extremsportler zu verschieben. Coca Cola zieht nun nach und präsentiert auf ihrer Unternehmenswebsite ein emotionsgeladenes Sammelsurium an Geschichten, in denen das Brausegetränk eine Rolle spielt. Auch Siemens verwendet diese Methode der Unternehmenskommunikation bereits sehr erfolgreich. Hierbei zeigen sie mit ihrer «/answers»-Kampagne, dass die Stories gerade dann im Gedächtnis bleiben, wenn sie nicht vordergründig auf das Unternehmen hinweisen, sondern die Stories selbst im Fokus stehen.

Um den etwas komplizierten Begriff des Campaignings zu erklären, greifen wir bei business campaigning auch sehr gerne auf die Methode des Storytellings zurück: Neben dem Einsatz von Geschichten erfolgreicher Projekte in der Vergangenheit, arbeiten wir momentan an dem «Campaigning-Universum», das mithilfe von Planeten die verschiedenen Aspekte unseres Tätigkeitsfelds illustrieren soll.

Um die wichtigsten Punkte, die man beim Storytelling beachten sollte nicht zu vergessen, haben wir für Sie in Zusammenarbeit mit der watson-Redaktion zwei Checklisten zusammengestellt. Im heutigen Blogbeitrag geben wir Ihnen die wichtigsten Punkte an die Hand, um die Corporate Identity Ihrer Firma in eine spannende und anschauliche Story zu packen.

Wie verpacke ich die Corporate Identity meiner Firma in eine spannende, anschauliche Geschichte?

  • Die Geschichte muss zu Ihrer Zielgruppe passen und achten Sie zudem auf Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und Authentizität.
  • Polarisieren Sie. Ihre Geschichte muss nicht jedem gefallen, aber Ihrer Zielgruppe muss sie so richtig gefallen. Dazu muss sie ganz klar vermitteln, wofür Ihr Unternehmen steht und auch ganz klar, wofür nicht. Je schwammiger diese Grenzen sind, desto weniger werden Sie Ihre eigentliche Zielgruppe begeistern. Haben Sie keine Angst, dem einen oder der anderen nicht zu gefallen, denn «wer versucht, jedem zu gefallen, gefällt am Ende niemandem mehr».
  • Good Guy vs. Bad Guy – David vs. Goliath-Muster dienen zur Vereinfachung und erzeugen Sympathie.
  • Schaffen Sie Anschaulichkeit, indem Sie Sinnesempfindungen in Ihre Geschichte einbauen.
  • Am Anfang unbedingt überlegen, ob sich die Geschichte eventuell auch noch auf eine andere Art und Weise erzählen lässt. Also z.B. einfach als witziges Meme, das man selber über Social Media streut oder als Video (z.B. Lifehack à la: Mit diesen Tricks sparen sie im Alltag viel Nerven – und mindestens 15 Minuten Zeit. Am Ende könnte dann ein Hinweis stehen, was die Leute mit den 15 Minuten anfangen könnten. Oder auch als animiertes Gif (wie zum Beispiel bei Google).
  • Bauen Sie Erwartungen auf, um dann mit dem Gegenteil zu überraschen.
  • Sorgen Sie für einen Anker: die Geschichte sollte etwas enthalten, dem die Zielgruppe oft begegnet, so dass sie sich dann jedes Mal an Ihre Geschichte erinnert.
  • Machen Sie Ihr Publikum zu Botschaftern Ihrer Geschichte, schaffen Sie Raum für Identifikation und für das Entstehen eines «Wir-Gefühls». (Z.B. indem Sie die Geschichte Ihres Unternehmens in die Besonderheiten Ihrer Region oder Ihrer Branche einbetten.)
  • Setzen Sie wo immer möglich auf Emotionen. Also vermitteln Sie emotionalisierende Inhalte, indem Sie z.B. Ideen, Träume und Visionen kommunizieren, anstelle von Fakten.
  • Komplexität reduzieren. Es müssen nicht alle Aspekte in EINE Story. Verbreiten sie andere Aspekte z.B. in einem Interview.
  • Versetzen Sie sich in die Situation von Medienmachern und Zielpublikum – welche Aspekte, der eigenen Story könnte die beiden Gruppen am meisten interessieren.
  • Denken Sie ums Eck (lieber eine spannende Geschichte, die vielleicht nur am Rande mit der Kernbotschaft zu tun hat, dafür aber eine deutlich höhere Aufmerksamkeit erzielt – Idee von NativeAds).
  • Wann immer möglich, Storys nicht nur bierernst erzählen, sondern unterhaltsam sein.
Storytelling — Der gar nicht so neue Trend in der Kommunikationsbranche

2 Gedanken zu “Storytelling — Der gar nicht so neue Trend in der Kommunikationsbranche

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