Weil der Köder dem Fisch schmecken muss!

Bild Blogbeitrag 20151005

Neulich ging ich mit meinem Cousin angeln. Frühmorgens, im Nebel, weit weg von zuhause an einem verwunschenen See. Das machen Fischer so, denn je mehr Strapazen wir auf uns nehmen, umso grösser ist wir die Wahrscheinlichkeit, vom Fischergott Petrus mit einem üppigen Fang dafür belohnt zu werden. Das glauben wir zumindest.

Und mein Cousin, der glaubt noch etwas anderes: Er glaubt nämlich an eine direkte Korrelation zwischen Originalität und Quantität der Fischerköder mit der Wahrscheinlichkeit darauf, dass die Fische beissen. Ich, der mich zumindest in dieser Hinsicht als Realist bezeichnen würde, glaube das nicht. Nicht bloss aus Bequemlichkeit gehe ich jeweils lediglich mit einer Handvoll Köder ans Wasser. Und zwar mit jenen, die sich bisher bewährt haben. Ein guter Köder ist der, der fängt. Nicht der, der mir am besten gefällt, nicht der Neueste, der Teuerste oder gar der, den alle anderen benutzen. Nein, der der fängt. Denn der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

Am besten wäre es ja sowieso, wenn die Köder von den Fischen selbst entwickelt würden. Beim Angeln geht das leider nicht, dafür aber bei der Planung von Kampagnen. Gute Kampagnen erreichen ihr Ziel bei minimalen Kosten. Dazu müssen wir aber unsere Zielgruppe so gut kennen, dass wir ihre Bedürfnisse wirklich treffen. Genau das erweist sich in der Praxis oftmals als eine der grössten Hürden. Unsere Lösung dafür sind Target Community Labs™: Strategie-Workshops mit der Zielgruppe selbst. Denn diese kennt sich selbst am besten und weiss ganz genau, welche Botschaften bei ihr mit welchen Mitteln richtig ankommen.

Target Community Labs™ dienen dazu, die Zielgruppe nicht nur kennenzulernen, sondern gleich an der Kampagne teilhaben zu lassen. In kreativer Atmosphäre werden partizipativ echte Kampagnenkonzepte von den Teilnehmern entwickelt. Das heisst, die Zielgruppe entwickelt die Strategie für sich selbst. Dabei entstehen der entscheidende Rohstoff für die Kampagnenplanung, konkrete Ideen für die Umsetzung und mit ein bisschen Glück schon erste Anhänger und Botschafter.

Neulich haben wir ein Target Community Lab™ im Rahmen der Kampagnenplanung für die Internationale Physikolympiade, die 2016 in Zürich stattfinden wird, durchgeführt. Etwas verallgemeinert ausgedrückt setzte sich die Zielgruppe aus Schülern der Lang- und Kurzgymnasien zusammen, die sich unterschiedlich stark für Physik und mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer interessieren. Von ihnen wollten wir wissen, wie sich eine Kampagne gestalten muss, die zum Ziel hat, mehr Anmeldungen für die Internationale Physikolympiade zu generieren.

Wir sind nun mitten in der Auswertung der da produzierten und diskutierten Ideen. Gewisse Annahmen im Hinblick auf die Positionierung sehen wir bestätigt, jedoch zeigt sich auch, dass noch weitere Inhalte und Vermittlungspersonen eine Rolle spielen, denen wir vor dem Target Community Lab™ eine geringere Wichtigkeit zugeschrieben hätten. Es ist ein gutes Gefühl, die Kampagne mit einer wirkungsstärkeren, sichereren und effizienteren Strategie zu führen und die neuen Inputs und Ideen der Zielgruppe sind uns eine grosse Motivation und Inspiration.

Weil der Köder dem Fisch schmecken muss!

2 Gedanken zu “Weil der Köder dem Fisch schmecken muss!

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