Auf den Wellen des Shitstorms surfen lernen – Oder: Von der Relevanz eines Krisenstabs

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Es gibt wohl wenige Tätigkeiten, die so vielseitig, dankbar und inspirierend sind wie diejenige eines Campaigners. Aber auch ein Campaigner braucht manchmal eine Auszeit, um den Kopf zu lüften. Deshalb beschlossen Helena und ich anfangs September, uns eine Woche Auszeit zu nehmen und den Spätsommer an der galizischen Küste mit Surfen zu verbringen. Ich sollte in dieser Woche das erste Mal auf dem Surfbrett stehen – Ein Vorhaben, das mir während der ersten Tage literweise verschlucktes Salzwasser und Algen bescherte. Das Surfen lernte ich zunächst auf den kleinen Wellen, weil die grossen Wellen für mich als Anfängerin zu gefährlich waren. Während ich zu Beginn noch relativ unsicher auf dem Brett gestanden war, gelang es mir bis zum Ende des Surfkurses tatsächlich, ein wenig zu surfen. Rückblickend bin mir zweier Dinge sicher: Erstens ist das Surfen etwas vom Besten, was ich je gemacht habe. Und zweitens werde ich mich in meinen nächsten Surfferien bereits an grössere Wellen wagen.

Etwas andere Wellen schlugen Mitte September urplötzlich über dem Autokonzern VW ein. Es sind die Wellen der Krise und sie wollen nicht mehr abflachen, seit bekannt wurde, dass der Konzern eine Software zu den Schadstoffemissionen von Autos manipuliert hat. Zu intensiv wurde das Thema auf allen Kanälen diskutiert, in den Medien als auch im Freundeskreis und sogar am Stammtisch.
Der Autogigant ist damit freilich nicht das erste Unternehmen, welches in den Strudel von Shitstorms und negativer medialer Aufmerksamkeit gerät.
Damit der Reputationsschaden für ein Unternehmen in der Krise nicht noch grösser wird, ist es von grösster Wichtigkeit, dass richtig gehandelt wird. Doch was bedeutet «richtig handeln» im Falle einer Krise? Und was müssen Unternehmen bei der Krisenkommunikation beachten?

Viele Unternehmen scheitern in ihren Krisenbemühungen daran, dass Sie sich eine zunächst banal klingende Frage nicht früher gestellt haben: «Worauf muss geachtet werden, sollte mein Unternehmen in eine Krise geraten?» Die Voraussetzung dafür, dass sich ein Unternehmen mit dieser Frage beschäftigt, ist zunächst das Bewusstsein, dass jedes Unternehmen, auch das eigene, in eine Krise gelangen kann.

Wir von business campaigning GmbH sind überzeugt, dass jedes Unternehmen über einen Krisenstab verfügen muss, welcher bereits zu krisenfreien Zeiten die formellen Guidelines aufstellt, die es während einer möglichen Krise zu beachten gilt. Die Vorteile dieses Vorgehens sind offensichtlich: Wer den Umgang mit Krisen bereits in der krisenfreien Zeit anhand von Szenarien und Strategien eingeübt hat, der kann im Ernstfall schnell, stringent und effizient handeln. Ausserdem sind im Ernstfall dann genügend Know-How, genügend Ressourcen und mehr Zeit vorhanden, um die Krise zu meistern. Oder, um es mit der Wellenmetapher zu sagen: Wer auf kleinen Wellen surfen lernt, ist im Ernstfall für den Umgang mit den grossen Wellen gerüstet.
Was passiert, wenn dieser Krisenstab erst gebildet wird, wenn die Krise schon eingetreten ist? Dann fehlt es in jedem Fall an Know-How, Ressourcen und vor allem an Zeit. Das Unternehmen gerät tiefer in den Strudel der Shitstorms und negativen Schlagzeilen, der Reputationsschaden wird grösser.
Mittels richtig guter und authentischer Krisenkommunikation – und dieser Tatsache sind sich die meisten Unternehmen nicht bewusst – kann das Unternehmen gestärkt aus der Krise herausgehen. Krisen können also durchaus auch Chancen sein, aber eben nur dann, wenn der Umgang mit ihnen im Voraus geübt wird und wenn einer potenziellen Krise furchtlos ins Auge geblickt wird.
Um Unternehmen die Möglichkeit zu geben, zu jeder Zeit für eine Krise gewappnet zu sein, hat Peter Metzinger von business campaigning GmbH mit Partnern The Reputation Rescue Company AG gegründet, eine Versicherung gegen Personalengpässe in Krisenzeiten. Damit kann die Reputation Rescue Company mit einem Surflehrer verglichen werden, die ein Unternehmen in krisenfreien Zeiten darin unterstützt, sich für den Ernstfall, also für die grossen Wellen, zu wappnen. Damit im Falle einer Krise alle Kräfte auf die effektive, wirkungsvolle Schadensminderung konzentriert werden können.

Auf den Wellen des Shitstorms surfen lernen – Oder: Von der Relevanz eines Krisenstabs

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